Mit Wiebke am See.

Mit Wiebke mache ich immer wieder gerne ein Shooting. Sie ist so herrlich unkompliziert. Vor allem, wenn es darum geht was Neues umzusetzen. Wenn ich eine Idee habe und diese ihr vorschlage passt es und sie ist dabei. Es macht einen großen Spass mit ihr zu arbeiten.

Ursprünglich hatten wir das Shooting in der Nähe von Köln geplant. Da es bei Wiebke jedoch private Veränderungen gab, haben wir das Shooting in Richtung Dortmund an einen See verlegt.

Als wir morgens um 06.00 Uhr dort ankamen war es ruhig. Die Sonne ging gerade auf und wir standen an einem fast weißen Sandstrand. Herrlich, genau das richtige Licht und genau die richtige Stimmung für das Shooting. Da ich mit Wiebke schon einige Shootings hatte, waren wir auch direkt drin und konnten los legen.

Außer uns war noch ein anderer Fotograf mit einem weiblichen Menschen unterwegs. Ob sie Modell war? Ich weiß es nicht. Jedenfalls lachte Wiebke sich ständig kaputt, weil der Fotograf wie ein Budda auf seinem Handtuch am Ufer saß, und die Dame sich im seichten Wasser rekeln musste: Er selbst bewegte sich wohl die ganze Zeit nicht. Ok, ich störte mich nicht weiter daran. Denn ich hatte hier einen Job zu erledigen. Was interessieren mich die anderen.

Dann sah ich plötzlich einen Steg. Da wollte ich unbedingt mit Wiebke Bilder machen. Ich hatte diese bereits im Kopf. Jedoch konnten wir von unserer Position aus erkennen, dass der Weg zum Steg durch einen Zaun versperrt wurde. Ok, wie kommen wir nun dorthin? Ein Zaun, Verbotsschilder oder Sonstiges sind für mich keine Hindernisse. Dann sahen wir Menschen welche durch eine kleine Öffnung im Zaun stiegen. Also wir hinterher.

Wir machten fröhlich unsere Bilder weiter bis ein junger Herr hinter mir stand und fragte ob wir wissen wo wir uns gerade aufhalten. “Nein, wieso”? fragte ich. Er teilte uns mit, dass wir uns gerade im Swinger und Spannerbereich aufhalten, daher auch der Zaun. Er es sich jedoch schon gedacht hatte, dass wir völlig ahnungslos sind, und uns daher gerne schnell dort weg bringen würde. Er kannte eine andere, sehr schöne Stelle wo wir niemanden störten und in Ruhe unsere Bilder machen konnten.

Ich machte die Bilder und merke recht schnell, dass was nicht ok ist. Ich stoppte und fragte Wiebke. Ihr ging das vorher erlebte noch etwas durch den Kopf. In solch einem Moment hält man entweder drauf um diesen Ausdruck festzuhalten oder man macht alles nur erdenklich um den Menschen Mental in eine andere Richtung zu bringen.

Wir hatten ein tolles Shooting und viele, viele tolle Bilder. Vielen Dank dafür, Wiebke.

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