Wir müssen mit den Outfits ins Wasser

Vanessa wollte überwiegend Bilder mit ihren Kleidern haben. Dazu wählte ich einen wundervollen See umgeben von prachtvoller Natur mit wenig Publikum. Dort kommt hin und wieder nur mal jemand mit seinem Hund auf der Gassirunde vorbei. Ansonsten sieht man dort keine Menschenseele und kann in Ruhe seine Fotosession machen.

Wir starteten mit dem ersten Outfit auf einem kleinen Felsen in einer der vielen Buchten. Im Hintergrund das Wasser, der mit Wolken bestückte blaue Himmel. Wow, was für eine Romantik. Jedoch wollte ich diese Stimmung so nicht auf den Bildern. Ich fühlte die Bilder welche ich machen wollte, noch nicht.

Ich sagte zu Vanessa „Wir müssen mit den Outfits ins Wasser“. Da vorne in der Bucht ist das Wasser sehr seicht. So sind wir auf die andere Seite von dem See und legten mit dem ersten Kleid los. Vanessa schickte ich mit einem „Kannst du mal da so ein bisschen rein gehen bitte?“ los. Anfangs waren nur die Füße im Wasser. Ich fragte sie „Kannst du da noch so ein bisschen rein gehen bitte?“. Gesagt getan. Vanessa ging weiter rein. Es ging immer so weiter bis teilweise nur noch der Kopf aus dem Wasser schaute und sich herrlich im Wasser spiegelte. So arbeiteten wir die Outfits durch.

Als wir eigentlich fertig waren sah ich das sich aus ihrem Koffer heraus ein Hemd sich bemerkbar machte. Als wollte es uns mitteilen..“Hey, habt ihr mich vergessen.“ Das hatte sie noch von ihrem Freund mitgebracht. Prima, dachte ich. Da machen wir noch zum Abschluss ein paar Bilder. Das Hemd war weiß. Ich bat Vanessa da bitte keinen BH drunter anzuziehen. Sie bräuchte sich keine Sorgen machen. Das Hemd wird nicht so durchsichtig sein wie z.B. ein weißes Tshirt. Allein schon weil es ihr zu groß war und es so schon Falten warf.

Gesagt, getan….Vanessa ging mit dem Hemd ins Wasser. Ich lag am Ufer auf dem Boden und Fotografierte knapp über die Wasseroberfläche hinweg. Diesmal tauchte sie einmal komplett unter, somit waren auch die Haare nass. Es sah wundervoll aus, und durch die Faltenbildung war das Hemd im Brustbereich auch nicht durchsichtig. Alles passte.

Der Himmel zog sich langsam zu und wir wussten, gleich fängt es an zu regnet. Was es dann auch gleich tat. Da fühlte ich das Bild anders und bat sie das Hemd bitte auszuziehen, die Arme leicht vor sich zu verschenken, nur bis zum Dekolleté aus dem Wasser zu kommen und mir zu vertrauen. Der Gesichtsausdruck war Göttlich. Ich sah Buchstäblich das Fragezeichen in ihr, weil das war so vorher nicht abgesprochen. Normal würde ich mich auch nicht trauen einen Menschen vor meiner Kamera um sowas zu bitten. Aber wir kannten uns schon und ich musste es versuchen weil… ihr Ausdruck, nur die Haut, im Wasser mit dem Regen, den aufprallenden Regentropfen auf der Wasseroberfläche wundervolle Bilder geben würde. Der Regen war in diesem Moment ein Geschenk des Himmels, und Geschenke sollte man nicht ablehnen.

Die Bilder sind 2020 fotografiert worden.

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